Radiologische Diagnostik
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Dr. med. Thilo Töllner, Mammadiagnostik an der Klinik Dr. Hancken, Mammographie-Screening Nierdersachsen-Nord Koordinator des Brustzentrums |
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Dr. med. Jörg Strache, Radiologische Gemeinschaftspraxis Buxtehude |
Im Brustzentrum Stade-Buxtehude werden Sie von einem Team hochspezialisierter, in der Mammadiagnostik sehr erfahrener Radiologen untersucht.
Die radiologische Mammadiagnostik unterscheidet zwei Aufgabenbereiche: die Früherkennung auch kleinster Vorstufen von Brustkrebs, die oft im Rahmen
des Mammographie-Screenings entdeckt werden, und die Abklärung von Veränderungen, die die Frau selbst oder der Frauenarzt / -ärztin bemerkt hat.
Dabei wird beim Mammographie-Screening zunächst nur die Mammographie eingesetzt. Bei der Abklärung auffälliger Befunde stehen die ärztliche Untersuchung, alle Bild gebenden Verfahren und die Möglichkeiten der Gewebeentnahme (minimal invasive Biopsie) zur Verfügung.
Im Folgenden möchten wir Sie über die einzelnen Verfahren informieren.
TASTUNTERSUCHUNG
Das Abtasten der Brust muss regelmäßig und sehr sorgfältig erfolgen, also am besten jeden Monat durch die Frau selbst. Dabei handelt es sich nicht um eine
Früherkennung, da ein Knoten bereits eine gewisse Größe erreicht haben muss, um tastbar zu sein. Das Tasten ersetzt also nicht die Untersuchung durch
Mammographie oder Ultraschall, ergänzt sich aber mit diesen.
Wenn Sie einen Knoten tasten, sollten Sie diesen bei Ihrem Frauenarzt weiter untersuchen lassen. Die meisten tastbaren Knoten sind harmlos.
MAMMOGRAPHIE
Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie ist die beste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Nur auf den Röntgenbildern lassen sich kleinste Verkalkungen sicher darstellen und in ihrer Form und Anordnung beurteilen. Dieses ist deshalb wichtig, weil bestimmte Brustkrebsarten bereits in frühen Stadien zu typischen Verkalkungsmustern führen und ein Tumor so bereits in sehr frühen Stadien entdeckt werden kann. Dies gilt vor allem für Frauen ab 50 Jahre, weil mit zunehmendem Alter die Dichte der Brustdrüse abnimmt, zum anderen aber das Brustkrebsrisiko steigt.
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Dabei werden in den meisten Fällen zwei Aufnahmen von jeder Brust angefertigt. Eingesetzt werden digitale Röntgengeräte, die die Aufnahmen auf Computerbildschirme übertragen. Um übersichtliche und gut lesbare Aufnahmen zu bekommen, muss die Brust bei der Röntgenuntersuchung komprimiert, d.h. gedrückt werden. Verletzungen oder Schäden an der Brust können hierdurch nicht entstehen, auch wenn manche Frauen die Kompression als unangenehm empfinden.
Die Untersuchungsergebnisse werden im Brustzentrum von jeweils mindestens zwei Radiologen, die sich auf Mammadiagnostik spezialisiert haben, beurteilt. Einige Symptome wie Absonderung von Flüssigkeit aus der Brustwarze können weitere Untersuchungen der Milchgänge erforderlich machen, die durch den Einsatz eines Kontrastmittels bei der Galaktographie dargestellt werden können.
QUALITÄT
Die im Mammadiagnostik-Zentrum Stade eingesetzten Röntgengeräte sind modernste digitale Geräte, die sowohl die strengen deutschen Anforderungen, als auch die europäische Norm nach EUREF erfüllen und regelmäßig von unabhängigen Experten überprüft werden.
Auch die Ärzte und die Röntgenassistentinnen werden ständig durch das unabhängige Referenzzentrum in Bremen geprüft und jährlich neu geschult.
ULTRASCHALL
Der Ultraschall (auch Sonographie genannt) ist ein hervorragende Untersuchung zur Abklärung tastbarer Veränderungen insbesondere bei jüngeren Frauen, da hier keine Röntgenstrahlen angewandt werden.
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In der Früherkennung von Brustkrebs dient der Ultraschall zur Ergänzung der Mammographie insbesondere bei sehr dichtem Brustgewebe oder zur Abklärung mammographisch auffälliger Befunde. Dann erhöht die Kombination aus Mammographie und Ultraschall die diagnostische Sicherheit deutlich.
Unter Ultraschall-Kontrolle läßt sich auch gut eine schonende minimal-invasive Biopsie auffälliger Bereiche durchführen.
Der Nachteil dieser Methode ist, dass sie außerordentlich abhängig von der Qualität der Geräte und des Untersuchers ist und eine Zweitbeurteilung nur anhand der Bilder nicht möglich ist.
Wir verfügen über modernste Farbduplex-Geräte und eine lange Erfahrung im Ultraschall der Brust. Das Mammadiagnostik-Zentrum in Stade ist Mitglied der DEGUM, Ausbildungsberechtigt im Sinne der KVN und Mitglied der Sonographie-Prüfungskomission der KV Stade.
BIOPSIE
Wenn bei Mammographie oder Ultraschalluntersuchung ein auffälliger Befund erhoben wird, klärt man diesen heute zunächst durch eine minimal-invasive Biopsie ab. Das ist die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe aus dem verdächtigen Bereich mit einer Nadel. Der Eingriff erfolgt bei örtlicher Betäubung und hinterlässt keine Narben. Sie wird von einem auf die Diagnose von Brusttumoren spezialisierten Radiologen vorgenommen.
Das Untersuchungsgebiet wird während des Eingriffs mammographisch mit Hilfe von digitaler Röntgenanlage und Computersteuerung oder durch Ultraschall lokalisiert. Auch das neueste Verfahren, die MR-gesteuerte Biopsie, die Bestimmung des Herdes mit Hilfe des Kernspintomographen ist im Brustzentrum Stade-Buxtehude in Vorbereitung. Der Einsatz dieser hochmodernen Geräte stellt sicher, dass auch bei kleinsten Kalkablagerungen Gewebe entnommen werden kann und schafft hohe Sicherheit bei der Abklärung eines Befundes.
Die Biopsie wird ambulant vorgenommen. Das Ergebnis der Untersuchung liefert der Pathologe, der die Gewerbeprobe untersucht. Für die Patientin hat die Abklärung vor einer Operation erhebliche Vorteile. Ist der Tumor gutartig, entfällt der chirurgische Eingriff, ist er bösartig, liefert die Analyse des entnommenen Gewebes wichtige Hinweise auf die Brustkrebsart und für die Behandlung. Die Operation und die Nachbehandlung können besser geplant und vorbereitet werden.
Im Brustzentrum Stade-Buxtehude werden pro Jahr über 500 solcher Biopsien vorgenommen, so dass wir auch hier über große Erfahrung verfügen.
Alle Befunde werden mit dem Pathologen, der die Proben analysiert und den Operateuren besprochen und gemeinsam überlegt, welche Konsequenzen aus dem Ergebnis zu ziehen sind. Dieses wird dann in einem ausführlichen Gespräch mit der Patientin besprochen.
Weitere Informationen zur Mammadiagnostik
SENTINEL-LYMPHKNOTEN-MARKIERUNG
(Bestimmung des Wächterlymphknotens)
Zur Vorbereitung einer Brustkrebsoperation gehört in den meisten Fällen auch die Bestimmung des Wächter-Lymphknotens. Das sind Lymphknoten im Achselbereich, die als erste von Absiedlungen eines Brusttumors betroffen wären. Um diese speziellen Lymphknoten zu lokalisieren, wird eine Flüssigkeit, die schwach radioaktiv markiert wurde, in die Umgebung des Tumors injiziert. Diese Flüssigkeit läuft über die Lymphbahnen in die Lymphknoten in der Achselhöhle ab. Die ersten Knoten, die erreicht werden, sind die so genannten Wächterlymphknoten. Sie werden bei der Brustkrebsoperation mit entfernt und auf Tumorzellen untersucht. Wenn sie nicht befallen sind, werden keine weiteren Lymphknoten entfernt. Dieses erspart der Frau die früher oft mit der Lymphknoten-Operation verbundenen Späfolgen. Der Zustand des Wächterlymphknotens beeinflusst auch die weitere Therapie nach der Operation.
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